Chile
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CHILE

Chile ist ein Land in Südamerika. Es erstreckt sich entlang der Pazifikküste in Nord-Süd-Richtung. Angrenzende Länder sind Peru, Bolivien und Argentinien. Chile wird administrativ in 13 Regionen eingeteilt u.a.X. Región Los Lagos. Diese sind von Norden nach Süden durchnummeriert. Die Region Metropolitana mit Santiago als Hauptstadt, zwischen der 5.und 6. Region gelegen, ist die nicht nummerierte 13.

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CHILE STORY

DIE VIELFALT DER WÜSTE (13.06.2011)

Chiles Norden überrascht uns. Die Straßen sind voller Staub, die Luft ist staubtrocken, die Gebäude und Autos liegen unter einer Schmutzschicht begraben und der Blick in die Ferne bietet kahle Berge. Die Farbe Grün ist nicht im Sortiment. Wir sind in der Wüste gelandet, Chiles Atacamawüste. 

Mit lernen, dass das obere Drittel Chiles eine einzige Wüstenlandschaft ist. Mit der Zeit zeigt sich diese monotone Landschaft jedoch von einer lebendigen Seite. In regelmäßigen Abständen stoßen wir auf Oasen, die reich an Wasser sind und selbst den erfolgreichen Anbau von Gemüse ermöglichen. Das Lebenselixier Wasser wird als Kostbarkeit gehandelt. Der sparsame Verbrauch von Wasser ist selbstverständlich. Trinkwasser finden wir innerhalb der Städte nur in Supermärkten in Flaschenform. Vereinzelt existieren auch Trinkwassertanks, die mit klaren Bergwasser aus Bolivien gespeist werden. Aber die kennen nur die LKW-Fahrer, die quer durch die Wüste reisen.

Trotz der Schwierigkeiten, die das Leben und Reisen in der Wüstengegend Chiles für uns bereithält, besitzt diese harsche Gegend einen nahezu meditativen Charakter. Die anfangs karge Landschaft wartet mit einer wahren Vielfalt auf. Vollgepackt mit historischen Stätten, Ruinen und Sehenswürdigkeiten, faszinieren uns die Menschen hier jedoch am meisten. Aus der Ferne wirken die Einwohner stolz und unnahbar. Die Härte ihrer Lebensumstände und die tägliche Auseinandersetzung mit den vorherrschenden Naturgewalten (Hitze, Dürre, Stürme, Kälte) sowie die Einsamkeit hat die Nordchilenen geprägt. Sobald jedoch der Pakt der Freundschaft geschlossen ist, kennen sie keine Grenzen bei Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft.

Ein besonderes Ereignis ist unser Aufenthalt in San Pedro de Atacama. Für das Erstellen einer Webseite eines Reitausflugsunternehmens können wir auf einer Pferdefarm kostenlos zelten. Da erste Nacht erfrieren wir fast, woraufhin wir am Folgetag ausreichend viele Decken erhalten. Nachts herrscht hier eine Eiseskälte, während uns tagsüber die Sonne grillt. Aus 40 Grad am Tag werden im Handumdrehen minus 15 Grad in der Nacht. Da sich die Temperaturen schlagartig mit dem Sonnenauf- und -untergang verändern, tragen wir täglich einen großen Rucksack voller Anziehsachen mit uns herum.

Ein Höhepunkt ist unser Ausflug zur Valle de la Luna (Tal des Mondes). Um 4 Uhr morgens machen wir uns zu Fuß im Stockdunkeln auf den Weg, um den Sonnenaufgang gegen 8 Uhr im Tal des Mondes zu erleben. Die Schwärze der Nacht wirkt gruselig und das Entdecken von Überresten eines ausgetrockneten, in der Mitte durchgetrennten Hundes bringen uns alles andere als zum Lachen. Nach 3 Stunden Fußweg schleichen wir heimlich am offiziellen Eingang zur Valle de la Luna vorbei. Um die frühe Stunde schlafen Gott sei Dank selbst die Wachhunde noch. Beim Aufstieg zum Mondtal bricht endlich die Sonne hinter den Bergen hervor. Oben angekommen werden wir mit einem faszinierenden, außerirdisch schönem Sonnenaufgang belohnt. Wir sitzen völlig allein auf einem riesigen Sandhügel und schauen in die Valle de la Luna hinunter. So muss es wohl wirklich auf dem Mond aussehen. Wir genießen unser Frühstück in dieser Idylle und ziehen weiter, als die ersten Touristen auftauchen.

Zu Fuß schaffen wir es bis zur Salzformation Las Tres Marías. Der Weg dorthin führt an tausenden funkelnden Salzkristallen vorbei. Wir überlegen, die Touristenbusse zu trampen, denn der Rückweg bedeutet ganze sechs Stunden Fußweg. Stattdessen bleiben wir tatenlos. Allein zurückgelassen, entscheiden wir eine Abkürzung zu nehmen. Eine fatale Entscheidung. Wir verirren uns nahezu in der Wüste. Bald erkennen wir, dass die Straße nach San Pedro viel weiter entfernt ist, als unser Auge wahrnimmt. Fünf Stunden in endloser Dürre und erbarmungsloser Hitze später, die unsere Wasservorräte und Kräfte aufbrauchen, erreichen wir endlich die Straße zurück nach San Pedro. Als hätte Gott seine Finger im Spiel gehabt, ergattern wir innerhalb von 15 Minuten eine Fahrt zurück in die Stadt.

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