Costa Rica
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COSTA RICA

Costa Rica liegt in Mittelamerika. Angrenzende Länder sind Nicaragua im Norden und Panama im Süden.

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Luis Gewächshaus
Luis Gewäc...
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Dr. A. Skutchs Grab
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Stein, auf der Skutchs Haus steht
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Rottweiler Mariposa mit Chihuahua Pinki
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Eingang zu Los Cusingos
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Compost mit Würmern angereichert
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COSTA RICA STORY

LOS CUSINGOS (13.06.2011)

Nach zwei Wochen in Palmira Norte ziehen wir per Anhalter nach San Jose weiter. Luis aus San Rafael Abajo (nahe San Jose) nimmt uns mit. Er ist Fachberater für Organisationen, die ökologische Veranstaltungen in ganz Zentralamerika organisieren. Luis lädt uns sogleich zum Wohnen in seinem Haus ein. Aufgrund seines Hausbesichtigungstermins im Naturschutzgebiet der Talamanca Bergkette in der Perez Zeledón Region machen wir einen Abstecher zum nahegelegenen Vogelnaturschutzgebiet Los Cusingos.

Los Cusingos war ursprünglich die Farm von dem amerikanischen Botaniker und Ornithologisten Dr. Alexander Skutch, der dieses Farmland 1941 erwarb. Sein Grundbesitz zählt heute zu einem der letzten Waldstücke Costa Ricas. Dr. Skutch hinterließ seine Farm dem Tropical Sciene Center (TSC) San Jose mit der Bitte, das Gebiet zu schützen und seine Arbeit in den Tropen fortzusetzen. Seit einem Jahr ist die Farm für die Öffentlichkeit zugängig. Sie lädt zum Studium und der Beobachtung von Vögeln und sogar zur Meditation ein.

Den Eintritt zu Los Cusingos sparen wir durch Luis, da er ein ehemaliger Mitarbeiter des TSC ist. Für uns ist vor allem Dr. Skutchs Haus interessant. Auf dem Weg dorthin begleiten uns die Blicke wilder Affen, die neugierig von den Baumkronen herunterstarren. Dr. Skutchs Haus ist auf Steinen erbaut, die er selbst vom naheliegenden Fluß heraufgetragen hat. Da das Haus zum Museum umgebaut wird, bleibt uns nur ein Blick durch die Fenster. Laut Luis ist das Innere des Hauses originalgetreu erhalten. Eine der Hauptattraktionen von Los Cusingos ist der Schuppen neben dem Haus. Es beherbergt eine Bibliothek, die bis obenhin mit Wissen über Flora und Fauna des Landes vollgestopft ist. Das Grab von Dr. Skutch wurde auf seinen Wunsch hin mit lebendigen Gräsern und Blumen geschmückt. Beim Betrachten dieses faszinierend einfachen, natürlichen Arrangements spüren wir die intensive Verbindung, die Dr. Skutch mit er Natur hatte. Los Cusingos ist ein magischer Ort, der weit mehr als einen Abstecher wert ist.

Der Weg nach San Jose führt an unzähligen Ananasfeldern vorbei. Costa Rica ist laut Luis der führende Exporteur für die köstliche Frucht. Für den Massenanbau der Ananas werden leider Unmengen von Pestiziden und Wachstumsmitteln verwendet, diedas natürliche Gleichgewicht der Natur auf enorme Weise stören. Auf unsere Frage, woran man die mit Chemikalien behandelten Ananas denn erkennt meint Luis, "Wenn sie besonders groß und knackig aussehen, sollte man lieber die Finger davon lassen."

In San Jose teilen wir uns Luis Haus bzw. seinen Vorder- und Hintergarten mit fünf liebeshungrigen Hunden. Das Haus ist groß, der Garten klein, dennoch hat Luis ein kleines Gewächshaus und eine selbstgebastelte Compostanlage darin installiert. Mit Hilfe von fleißigen Würmern und gierigen Kakerlaken verwandelt sich sein Abfall im Handumdrehen in hochwertige Erde.

Luis ist beruflich bedingt oft abwesend, wir sind also oft ganz allein mit den Hunden, Würmern und Kakerlaken. Wir haben ein eigenes Zimmer mit Computer und Internetanschluß, was uns zum nächtlichen Arbeiten und damit Spätaufstehen verleitet. Viel mehr machen wir eh nicht, damit sich mein Bein von der Verletzung erholen kann, die ich mir vor einigen Wochen in Cartago zuzog. Wir fühlen uns wohl hier, das einzig gewöhnungsbedürftige sind allerdings die nächtlichen Bellorgien der fünf Hunde, die hochschnellen, sobald sich etwas oder jemand dem Tor nähert.

Nach zwei Wochen in San Rafael fällt uns die Bude auf den Kopf. Wir entscheiden daher nach El Salvador weiterzureisen. Vielleicht schaffen wir es auf diese Weise ja noch, die Familie unseres belizischen Freundes Fernando ausfindig zu machen.

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